Märkisch-Oderland - Barnim II

Der Wahlkreis 59 (Märkisch-Oderland – Barnim II)

Schlossensemble NeuhardenbergDer Wahlkreis liegt im Osten Brandenburgs und erstreckt sich von Lebus im Süden über mehr als 70 km entlang der Oder an der polnischen Grenze bis nach Bad Freienwalde im Norden. Im Westen wird die Region durch Berlin begrenzt, im Norden durch den Barnim. Landschaftlich gewinnt die Gegend durch die Hügel des Barnims, verschiedene Urstromtäler, das Oderbruch mit seinen fruchtbaren Böden und das Lebuser Land einen besonderen Reiz.

Viele Ortschaften wurden während der großen Siedlungswelle im 13. Jahrhundert gegründet. Zur slawischen Bevölkerung, an die noch heute zahlreiche Orts- und Familiennamen erinnern, kamen damals Einwanderer aus dem Westen hinzu. Das Gebiet lag abseits der großen Städte und Handelsrouten, deren wichtigste im Süden durch Frankfurt an der Oder nach Osten führte.

Die Menschen lebten hauptsächlich von Ackerbau und Viehzucht und von der Fischerei an den Seen und Flüssen. Daran hat sich seit dem Aufstieg Brandenburg-Preußens zur europäischen Großmacht mit Berlin als politischem Zentrum wenig geändert. Neue Impulse erhielt Ostbrandenburg allerdings durch die Trockenlegung und Kolonisierung des Oderbruchs, militärische Investitionen (Schloss und Festung Küstrin) und in späteren Jahren durch erste touristische Einrichtungen in Bad Freienwalde und der Märkischen Schweiz. Theodor Fontane hat der Region mit dem Band „Das Oderland“ seiner „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ein literarisches Denkmal gesetzt.

Auch wenn das märkische Oderland eher im Windschatten der großen Ereignisse lag, sind das 19. und vor allem das 20. Jahrhundert nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Neuhardenberg war ein Knotenpunkt im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg erlangten die Seelower Höhen traurige Berühmtheit. Die unmittelbaren Nachkriegsjahre brachten eine erneute Zuwanderungswelle – diesmal waren es Flüchtlinge aus dem Osten.

Lag die Region vor dem Mauerfall am äußersten Rand Deutschlands mit einer fast hermetisch geschlossenen Grenze im Osten, befindet sie sich heute im Herzen Europas zwischen der deutschen Hauptstadt und dem europäischen Nachbarn Polen. Der Einfluss Berlins macht sich vor allem im so genannten Speckgürtel bemerkbar. Städte wie Strausberg und Bernau erleben eine enormen Zuzug und stehen in direktem Dialog mit der Metropole. Nach Osten hingegen verliert sich die Hektik der Großstadt zunehmend in der Weite der Mark. Aber die Welt ist nicht mehr an der Oder zu Ende.

Das Oderland besinnt sich innerhalb der Bundesrepublik wie im vereinten Europa auf seine reichhaltige Vergangenheit als Kulturregion. Touristische Aktivitäten, Bürgerinitiativen und Heimatvereine zeugen vom selbstbewussten Engagement der Märker. In Zukunft gilt es, die traditionellen Stärken der Region für die Herausforderungen der Gegenwart zu bewahren und weiter zu entwickeln.


Märkisch-Oderland-Barnim II
Wahlkreis 59: Märkisch-Oderland - Barnim II
Vom Stadtrand Berlins bis zur Oder (Karte: Google Maps)

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