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16.02.2017, 13:05 Uhr | Martina Wache
Gemeinsame Agrarpolitik der EU kritisch hinterfragen
Marwitz redet beim Bauernbund Brandenburg

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bauernbundes Brandenburg e. V. hielt Hans-Georg von der Marwitz einen Vortag zu den „Aktuellen Planungen für die Fortsetzung der EU-Agrarpolitik nach 2020“ und stellte die derzeitige Förderpolitik auf den Prüfstand. Im Anschluss diskutierte er mit den Landwirten über die Neuverteilung der Fördermittel in den kommenden Jahren.

In seiner Rede kritisierte Marwitz die Ausgestaltung der „Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)“ in ihrer derzeitigen Form der Flächenprämien. „Die derzeitige Förderung nach dem Gießkannenprinzip hat meines Erachtens keine Zukunft. Pauschale Flächensubventionierung ist das falsche Instrument für eine prosperierende und vielfältige Agrarlandschaft.“ Er forderte die Bauern auf, sich zu Konzepten über eine mögliche Neugestaltung der GAP 2020 Gedanken zu machen. Eine Orientierung nach dem Motto „staatliches Geld für öffentliche Leistungen oder innovative Projekte“ sollte oberste Priorität haben.

Der Dialog zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft muss geführt werden, nicht nur mit Blick auf die Ausgestaltung der GAP nach 2020, sondern auch für die Zukunft der ländlichen Räume. In der kommende Legislaturperiode muss deshalb gezielt darauf hingearbeitet werden, durch eine Zusammenführung der beiden Gemeinschaftaufgaben GAK (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und Küstenschütz) und GRW (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionale Wirtschaftsstruktur) eine „Gemeinschaftsaufgabe ländlicher Räume“ zu entwickeln.

Zuvor hatte Frau Dr. Carolin Schilde, Staatssekretärin im Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg zu den „Agrarpolitischen Schwerpunkten der Landesregierung“ referiert. Eine Diskussion, bei der die Landwirte einzelne Aspekte der Vorträge kritisch hinterfragten oder ihre persönlichen Erfahrungen schilderten, rundete den Nachmittag ab.

Der Bauernbund vertritt die Interessen bäuerlicher Familienbetriebe in Brandenburg. Die Versammlung fand in diesem Jahr im Wandlitzer Ortsteil Schönwalde statt. Am Vormittag hatte die Mitgliederversammlung Marco Hintze aus Krielow/Groß Kreutz zum neuen Präsidenten gewählt. Er löst damit Kasten Jennerjahn ab, der 16 Jahre lang an der Spitze des Vereins stand. Marwitz bedankte sich bei dem Schrepkower für seinen unermüdlichen Einsatz und beglückwünschte Hintze als neuen Präsidenten des Bauernbundes Brandenburg. 

aktualisiert von Axel Metzler, 17.02.2017, 13:08 Uhr

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